Aktuelles

 

FRIEDEN IM TAL.
100 Jahre Krematorium Luzern

Bestattungskultur in Luzern seit mehr als 100 Jahren. Vermittlung und Ausstellung auf dem Friedhof Friedental in Luzern

30. April bis 15. November 2026

www.friedenimtal.ch

Hoch hinaus

Für die TLV Immobilien AG durften wir die Familien- und Unternehmensgeschichte recherchieren und dokumentieren. Grundlage dafür bildeten die Auswertung verschiedener interner Firmen- und Familienarchive sowie Oral-History-Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Die daraus hervorgegangenen Geschichten spiegeln nicht nur die Entwicklung des Familienunternehmens wider, sondern sind auch eng mit der Stadtgeschichte Luzerns verknüpft. Gemeinsam mit dem Historiker und Journalisten Stefan Ragaz wurden die ausgewählten Inhalte zu einem Buch verdichtet und in einen historischen Kontext eingebettet.

 

Projektbeschrieb

Arnold Gmür kam 1891 nach Luzern, um einen Neuanfang zu wagen, und er fand sein Glück. Frisch verheiratet mit seiner Cousine Anna Muheim aus Altdorf gründete er eine Familie und wurde Vater von zwölf Kindern. Beruflich begann er klein als Camionneur in einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs. Ohne es zu wollen, wurde er Besitzer einer Sauerstofffabrik und damit Pionier eines neuen Wirtschaftszweigs. Er, der weder Risiko noch Widerstand scheute, erwies sich als ein gewiefter Unternehmer. Er starb früh, schon mit 57 Jahren, doch mit seinen Firmen legte er das Fundament für eine blühende Zukunft seiner Nachkommen. Gmür, Fischer, Baumann und Eggerschwiler hiessen die Familienzweige, die über Jahrzehnte ausbauten, was Arnold Gmür erschaffen hatte. Heute schaut bereits die sechste Generation auf die Gründungszeit zurück. Rund fünfzig Familien halten immer noch zusammen, was 1891 begann – zwar «nur» noch in einer Immobiliengesellschaft, doch immer noch mit dem ursprünglichen Familiengeist. Um den jungen Generationen zu zeigen, woher der Wohlstand und die Tradition der heutigen TLV AG kommen, ist dieses Buch entstanden. Was ihm ein zusätzliches Gewicht verleiht: Es zeigt nicht nur die Familiengeschichte auf, sondern auch ein Stück der Stadtentwicklung in Luzern. Gmür und Luzern gehören seit 1891 zusammen.

Bildnachweise

Abb. 1: 50 Jahre SWWL, Arnold Gmür (links) und Eduard Spelterini am 20. September 1904 vor der Station Eigergletscher der Jungfraubahn.

Abb. 2: ETH Bibliothek, Bildarchiv, Luzern und Pilatus 1897-1898, Ans_05613.

Abb. 3: Archiv Gmür & Co., Peter Gmür, auf diesem Briefkopf von 1919 ist das gesamte Anwesen an der Brünig- und Industriestrasse zu sehen.

Abb.  4: Privatarchiv Gmür, Schachtel 1, Familie Gmür um 1915.

Abb. 5: SALU M020/3205 (F2a):03:03, Aufnahme nach 1907, Ausschlaggebend für die Standortwahl an der Brünigstrasse war der Gleisanschluss. Für den Fotografen hält die Dampflokomotive Nr. 1 der Kriens-Luzern-Bahn mit einem Anhänger des Gaswerks Luzern vor dem damaligen Neubau an der Brünigstrasse 24. Rechts steht ein Anhängerwagen von Gustav Knauer, einem internationalen Spediteur in Berlin.

Abb. 6: Archiv Gmür & Co., Peter Gmür, Chauffeure und ihre Lastwagen im Innenhof der Gmür & Co., Mitte 1940er Jahre.

Abb. 7: Sara Furrer, Brünigstrasse 24, 2025.

Abb. 8: Moritz Hossli, Drohnenaufnahme der Brünigstrasse 24, 2025.

Abb. 9: Interviews für das Projekt.

Abb. 10: Publikation Hoch hinaus.